Projekt Baudenkmal
Sie sind hier:   Projekt Baudenkmal  Denkmale  Burgen  Burg Kriebstein

Burg Kriebstein

Abb.1: Burg Kriebstein - Bild anklicken zum Vergrößern - Foto: Schmitz 2015
Burg Kriebstein

Die Burg Kriebstein liegt in Sachsen auf einem steilen Felsen, der von der Zschopau umflossen wird und wurde etwa 1382 bis 1397 von Ritter Dietrich von Beerwalde erbaut. Da er mit Staupitz von Reichenstein in Fehde stand, vertieb ihn dieser am Fastnachtsabend im Jahre 1414 und Staupitz von Reichenstein besetzte die Burg. Der darüber empörte Kurfürst Friedrich der Streitbare, bei dem von Beerwalde Hilfe suchte, belagerte daraufhin das Schloss. Nachdem Staupitz sich ergeben hatte und dem Tode geweiht war, durfte nur seine Frau die Burg verlassen, mit dem, was Ihr am Liebsten war. So trug Sie Ihren Mann auf dem Rücken aus dem Schloss [137, S.324].

Abb.2: Burg Kriebstein - Bild anklicken zum Vergrößern - Foto: Schmitz 2015
Burg Kriebstein

Im Jahre 1465 erwarb Hugold III. von Schleinitz die Burg, die 1490, nach seinem Tode, mehrmals die Besitzer wechselte. 1825 wurde Herr Arnim auf Planitz Eigentümer und die Burg verblieb, bis zur Enteignung 1945 nach Ende des 2.Weltkrieges, in Familienbesitz. Seit 1. Januar 1993 ist die Burg Eigentum des Freistaates Sachsen.

Zum Ende des 2.Weltkrieges war geplant, Kunstschätze, darunter das bis heute nicht aufgefundene Bernsteinzimmer aus Königsberg, in der Burg Kriebstein einzulagern. Die Reichsbahn informierte am 19.12.1944 die Burgverwaltung von Kriebstein, dass zwei Eisenbahnwaggons aus Königsberg eintreffen. Angeblich war das Bernsteinzimmer nicht darunter [N16]. Weitere Kisten waren am 12.1.1945 zum Versand nach Sachsen bereit, bei der Vorbereitung zum Abtransport durch Museumsdirektor Rhode am 28.1.1945 vereitelte jedoch die sowjetische Offensive den Transport [N17].


[137] Hugo von Bose: Handbuch der Geographie, Statistik und Topographie des Königreiches Sachsen;Verlag von Adler u. Dietze 1847

[N16] Günter Wermusch: Die Bernsteinzimmer Saga: Spuren, Irrwege, Rätsel; Christoph Links Verlag Berlin 1991; ISBN: 3-86153-019-8

[N17] Günther Haase: Kunstraub und Kunstschutz, Band I: Eine Dokumentation; Verlag Books on Demand Norderstedt 2008; ISBN: 9-7838-3348-9754

 

Seite 159